Heilbronn ist eine Großstadt im Norden Baden-Württembergs. Mit ca. 120.000 Einwohnern ist sie die sechstgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und die zweitgrößte Stadt des Landesteils Württemberg.
Die am Neckar gelegene ehemalige Reichsstadt ist heute kreisfreie Stadt und zugleich Sitz des Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Darüber hinaus ist sie Oberzentrum der württembergischen Region Heilbronn-Franken, die den Nordosten Baden-Württembergs umfasst. Die regionaltypische Bezeichnung für die Gegend um Heilbronn ist das „Unterland“.
Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als „Käthchenstadt“. Letztere Bezeichnung bekam die Stadt durch das Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn des Dramatikers Heinrich von Kleist. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieg 1945 gehört Heilbronn zur Amerikanischen Besatzungszone. In einer gewaltigen Kraftanstrengung erfolgt in nur wenigen Jahren der Wiederaufbau der völlig zerstörten Stadt. Ab 1951 sind US-Truppen fest in Heilbronn stationiert.
Die Einweihung der Autobahn A 6 von Heilbronn nach Mannheim im Jahr 1968 setzt weitere wichtige strategische Akzente für den Wirtschaftsstandort Heilbronn. Die A 81 nach Würzburg folgt 1974, die A 6 nach Nürnberg 1979. Zahlreiche Großbetriebe siedeln sich entlang der neuen Verkehrsadern an und die Wirtschaftsregion in ihrer heutigen Ausprägung entsteht.
Durch die Eingemeindung von Klingenberg 1970 hat Heilbronn über 100.000 Einwohner und wird damit Großstadt. 1972 und 1974 werden Kirchhausen, Biberach, Frankenbach und Horkheim eingemeindet. Bei der Kreisreform 1973 bleibt Heilbronn kreisfreie Stadt und Sitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Heilbronn sowie der späteren Region Heilbronn-Franken.
In den 1970er Jahren beginnt die kontinuierliche Umgestaltung der den alten Quartieren folgend wiederaufgebauten, dem Verkehr aber nicht mehr gewachsenen Innenstadtbereiche zu Fußgänger- und zu verkehrsberuhigten Zonen.
Ab 1980 werden auf der Heilbronner Waldheide amerikanische Mittelstrecken-Atomraketen vom Typ Pershing II stationiert, 1985 erregt ein Raketenunglück das Interesse der Öffentlichkeit. Nach Unterzeichnung der INF-Verträge werden die Raketen 1987 abgezogen. 1992 rücken die letzten Einheiten der US Army ab, Heilbronn ist seitdem entmilitarisierte Stadt.
Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn nach Karlsruhe, wofür Teile der Innenstadt bis 2005 abermals großflächig umgestaltet wurden. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden abermals umfangreiche Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, allen voran die Sanierungsarbeit im Industriegebiet mit dem Bau einer Verbindungsbrücke zur Kalistraße. Ebenso erfolgten im Rahmen des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ Bau- und Begrünungsmaßnahmen in der Nord- und Südstadt. In der Innenstadt sind der Bau zweier großer neuer Einkaufszentren beim Götzenturm und am Kiliansplatz sowie größere Umgestaltungsmaßnahmen beim Bollwerksturm zu nennen.
In den Jahren 2005 und 2006 wurde Heilbronn erste UNICEF-Kinderstadt Deutschlands. Im Frühsommer 2007 rückte Heilbronn kurzzeitig durch einen Polizistenmord mit anschließender Fahndung nach dem Heilbronner Phantom in den Fokus der internationalen Berichterstattung. Die Stadt erhielt außerdem den Zuschlag für die Bundesgartenschau 2019. Aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (Heilbronn)
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